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Ostfriesland und sein Brauchtum

Ostfriesland und sein Brauchtum sind fast nicht zu trennen, denn Bräuche sind dort keineswegs verstaubte Überreste aus längst vergangenen Zeiten, sondern eine äußerst lebendige und in der gesamten Bevölkerung voller Begeisterung gelebte Tradition. Es gibt unglaublich viele lustige oder beeindruckende Sitten, die man auch als Besucher in Ostfriesland miterleben kann. Eine davon ist das sogenannte Bogenmachen. Man kommt gar nicht darum herum, einen Bogen gemacht zu bekommen, wenn man nach Ostfriesland zieht.

Dörpmuseum in Holtgast
An der Hafenpromenade in Neuharlingersiel
Dörpmuseum in Holtgast
Hafenpromenade in Neuharlingersiel

Aber auch wenn man nur für kurze Zeit in einem Ferienhaus dort lebt, kann man manchmal das Glück haben, einen Einzug mitsamt dem Bogenmachen zu beobachten. Es werden dafür während einer heimlichen Abend-Aktion Blumen aus Papierservietten gefaltet und ein Holzgestell gezimmert, das dann mit Tannengrün umwickelt wird. Währenddessen wird natürlich das eine oder andere getrunken. Dann kommen auch die Blumen an den Bogen und man tratscht auch in aller Ruhe über alles und jeden. Der Bogen wird dann feierlich zum nichts ahnenden neuen Nachbarn geschafft und an dessen Hauseingang festgemacht. Darauf folgt die obligatorische Einweihungsfeier, zu der man sich mit dem Bringen des Bogens selbst eingeladen hat.

Die Ostfriesen nutzen aber nicht nur so jede Gelegenheit zum Feiern, sondern neigen auch dazu, aus den gewöhnlichen Festen ganz besonders bunte und ausgiebige Feierlichkeiten voller Bräuche und Rituale zu machen. Das Eiersuchen zum Beispiel besteht in Ostfriesland nicht einfach nur aus dem normalen verstecken, finden und essen der Eier. Stattdessen werden die Eier traditionell von den ostfriesischen Kindern auf der Wiese gerollt bzw. geworfen und ein Spiel daraus gemacht, wessen Eier am weitesten rollen ohne kaputt zu gehen. In diese Sitte des Osterfestes steigen auch Urlauberkinder gerne ein und beteiligen sich an den ostfriesischen Osterbräuchen. Oft bauen die Kinder sich in Ostfriesland auch selber Osternester aus extra dafür gesammeltem Moos. Darin landen dann nach altem Brauch die Ostereier, da der Hase die Nester auch in Ostfriesland natürlich reich füllt. Vorher werden die Ostereier übrigens nach altem Brauch mit Zwiebelschalen braun oder mit Rote Beete rot gefärbt, indem die Eier mit Zwiebelschalen bzw. Rote Beete im Topf hartgekocht werden. Dann bringt man sie zum Glänzen mit Schweineschwarte oder klebt Abziehbilder darauf.

Fischereihafen Neuharlingersiel
Teezeremonie in Ostfriesland
Fischereihafen Neuharlingersiel
Teezeremonie in Ostfriesland

Zu Ostern gehört vor allem und nicht nur für Erwachsene in Ostfriesland auch der Brauch von Osterfeuern, die am Ostersonnabend abgebrannt werden. Traditionell sammeln die Kinder in Ostfriesland die alten Weihnachtsbäume möglichst schnell ein und verstecken sie dann bis Ostern. So ist es immer ein kleiner Wettkampf, wer die Bäume für das größte und schönste Osterfeuer in ganz Ostfriesland gesammelt hat. Wenn es dämmert, leuchten hier überall die Flammenmeere, oft direkt an der Nordsee und natürlich heutzutage immer mit Genehmigung und unter der strengen Aufsicht der örtlichen Feuerwehr. Nicht selten wird dazu gegrillt und kalte und warme Getränke werden angeboten wie z. B. Grog.

Gefeiert wird in Ostfriesland aber auch schon kurz danach wieder, wenn der Maibaum aufgestellt wird und die Ostfriesen zur Musik in den Mai tanzen und feiern. Hinter dem Brauch des Martinisingens steckt neben der religiösen Variante auch die Tradition das die Kinder immer am 10. November von Haus zu Haus gehen ein Lied singen und dafür Süßigkeiten, Äpfel oder Kekse bekommen. Auch hier können die Urlauber gerne mit einer Laterne mitgehen und in stimmungsvoller Atmosphäre gemeinsam singen bzw. den Martinisängern im Abendlicht zuhören und selbst gemäß Brauch etwas verschenken.