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Carolinensiel setzt mit Wattensail 2012 erfolgreiche Tradition fort


Höhepunkte der Wattensail 2012

Bei bestem Wetter war es in diesem Jahr am Wochenende zwischen 10. und 12. August wieder so weit. Tausende Besucher hatten sich an den Ufern der Harle versammelt, um 57 geschichtsträchtigen Schiffen einen gebührenden Empfang in Carolinensiel zu bereiten. Dabei waren Tjalks und zahlreiche historische Kutter. Als ältester Teilnehmer lief die „Catarina ALT 287“ in den Museumshafen ein. Dabei handelt es sich um ein im Jahr 1889 gebauten Besanewer, dessen Heimathafen in Hamburg liegt. Für Unterhaltung sorgten zudem zahlreiche Handwerker, die sich am Hafen zusammengefunden hatten, um alte Handwerkstechniken, wie das Böttchern oder Körbe flechten zur Schau zu stellen. Vierzehn Uhr stieß der Kurdirektor in das Horn und signalisierte den Skippern, dass sie ablegen sollten.

Historischer Segler Hafen Carolinensiel
Fischkutter Hafen Carolinensiel
Historischer Segler Hafen Carolinensiel
Fischkutter Hafen Carolinensiel

Diese starteten daraufhin in Richtung Harlesiel, nicht ohne das Signal gebührend zu erwidern. Mit Böllerschüssen, Signalhörnern und sogar Trompetenmusik bedankten sich die Skipper beim interessierten Publikum. Der Leiter des Sielhafenmuseums, Manfred Sell, ließ es sich nicht nehmen, jedes Schiff bei seiner Rückkehr im Alten Hafen zu präsentieren und vorzustellen. Dabei erfuhren die Gäste des Events nicht nur interessante Tatsachen, sondern so manche unterhaltsame Geschichte. Selbstverständlich kam das leibliche Wohl ebenfalls nicht zu kurz. Die Dorfgemeinschaft tischte so manche Leckerei auf. Zahlreiche Freiwillige trugen dazu bei, dass die Wattensail auch in diesem Jahr wieder ein gelungenes Fest wurde.


Carolinensiel und seine Bedeutung als Sielhafen

Es verwundert nicht, dass ausgerechnet Carolinensiel Standort für das Deutsche Sielhafenmuseum und zugleich Austragungsort für die Wattensail ist. Schon zu Hochzeiten der Sielhäfen kam dem Ort besondere Bedeutung zu. Der Alte Hafen vermittelt anschaulich, wie das damalige Hafenambiente ausgesehen haben muss. Wer sich für Deichbau sowie Landgewinnung interessiert, kann dies gut anhand von Carolinensiel und Friedrichsschleuse sowie Harlesiel verfolgen, die sich wie Perlen entlang der Harle auffädeln. Über die im Hafen von Harlesiel gelegene Schleuse blieben Carolinensiel bzw. Friedrichsschleuse der Zugang zum Meer erhalten.

Impression Wattensail 2012
Raddampfer Concordia II
Impression Wattensail 2012
Raddampfer Concordia II

Ehemals war Carolinensiel ein echter Hafenort, unmittelbar am Meer gelegen. Zwischen 18. und 19. Jahrhundert galt der Alte Hafen, der sich im Ortszentrum befindet, als zweitgrößter Siel- und Handelshafen Ostfrieslands. Die traditionellen Plattboden-Segelschiffe liegen auch heute noch vor Anker und das maritime Flair bietet sich für Feste geradezu an. Jeweils am zweiten Wochenende im August verwandelt die Wattensail den Hafen in ein großes Festareal. Die Veranstalter, das Deutsche Sielhafenmuseum und die Dorfgemeinschaft blieben auch 2012 nicht hinter den Erwartungen zurück.


Die Bedeutung von Sielhäfen im Laufe der Geschichte

Sielhäfen sind an der Nordseeküste West- und Ostfrieslands zu finden. Siele dienen der Entwässerung. Das ablaufende Binnenwasser lässt tiefe Rinnen im Watt entstehen. In Verbindung mit für den Schiffverkehr geeigneten Wasserläufen im Hinterland ergaben sich so günstige Hafenstandorte. Damit eine Schiffdurchfahrt möglich wurde, legte man bereits im 15. Jahrhundert sogenannte Sieltore sowie tunnelähnliche Wölbungen an. Kleinere Plattbodenschiffe konnten dadurch passieren, wenn sie den Mast umlegten. Als mit dem 18. Jahrhundert offene Siele in Verbindung mit Klappbrücken entstanden, mussten die Segelschiffe ihre Masten nicht länger umlegen. Jahrhundertelang waren die Sielhäfen wichtige Anlaufpunkte für Watt- und Segelschiffe zwischen Nordseeküste und Zuidersee, Ems und Elbe.

Traditionssegler im Hafen Carolinensiel
Museumshafen Carolinensiel
Traditionssegler im Hafen Carolinensiel
Museumshafen Carolinensiel

Der technische Fortschritt brachte nicht nur größere Segelschiffe, sondern auch die Dampfschifffahrt und die Eisenbahn ins Spiel. Man verlegte den Warenverkehr und die Sielhäfen mussten ihre Vorrangstellung aufgeben. Nur noch einige wenige Sielhäfen dienen der Küstenfischerei sowie als Verbindungsglied zwischen Festland und den Ostfriesischen Inseln. Noch heute lässt sich an den Ortsnamen erkennen, wo einer dieser Sielhäfen seinen Standort hatte, auch wenn diese aufgrund von Verlandung längst nicht mehr direkt am Meer liegen. Die Endung „siel“ weißt darauf hin. So sind Greetsiel oder Dornumersiel sowie Carolinensiel bekannte Sielhafenorte. In Carolinensiel befindet sich nicht nur das „Deutsche Sielhafenmuseum“, das Auskunft über die Historie der Sielhäfen gibt. Jedes Jahr im August findet in Carolinensiel die bekannte „Wattensail“ statt.

Die Ferienwohnung Kutscherhuus für Monteure bis Familien ist nur wenige Minuten mit dem Auto vom Museumshafen Carolinensiel, dem Fischerdorf Neuharlingersiel und weiteren interessanten Ausflugszielen entfernt und bietet einen schönen Urlaub mit einer hauseigenen Gartensauna als Service für die Nordseegäste. Bei schönem Wetter empfiehlt sich auch eine Radtour zu den Nordseeheilbädern entlang der Küste.

Haben Sie noch Fragen zur Wohnung oder Freizeitmöglichkeiten?  Wir beraten Sie gerne.

Mit freundlichen Grüßen von der Nordseeküste

Mariechen Kutscher

Tel. 04971 - 912364