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Ostfriesischer Sport ist kein Mord

Ostfriesischer Sport ist wahrlich kein Mord, sondern ganz im Gegenteil eine sehr spaßige Angelegenheit. Hierbei geht es weniger um den Wettbewerb von sportlichen Höchstleistungen als vielmehr um skurrile und merkwürdige Sportarten. Gerade als aktiver Urlauber in Ostfriesland lohnt es sich auf jeden Fall, auch einmal in die Welt des ostfriesischen Sportes hinein zu schnuppern. Dazu gehört zum Beispiel das urtypische Ostfriesenabitur. Das mag zunächst eher nach einer stressigen Schulprüfung klingen, ist aber das genaue Gegenteil davon und eine äußerst lustige Aktivsportveranstaltung. Es gibt nur in Wittmund das Ostfriesenabitur, das im Jahr 1978 eingeführt wurde und von mittlerweile rund 150000 Absolventen hervorgebracht hat, zu deren berühmtesten Persönlichkeiten Philipp Rösler gehört.

Wattensail Blaues Band
Radurlaub in Holtgast
Wattensail Blaues Band
Radurlaub in Holtgast

Der Sinn der Sache ist es dabei, dass man einige ostfriesische Sitten ausprobieren kann und dabei nebenbei auch den Charakter der Region in anschaulicher Art und Weise erlebt. Als Gruppe muss man typisch ostfriesische Aufgaben erledigen, die auch einiges mit den ostfriesischen Sportarten zu tun haben. So gehört das Straßenweitboßeln oder das Padstockspringen bzw. alternativ das etwas leichtere Balkenlaufen unbedingt dazu, aber auch um das Krabbenpulen und Teetrinken kommt man als Ostfriesenabiturient nicht herum. Auch bekommt man typisch ostfriesische hochprozentige Getränke beim Löffeltrunk und muss dann eine mündliche Prüfung in Plattdeutsch absolvieren.

Anschließend erhält man ein Abschlusszeugnis und als Belohnung auch einen Schluck Bohnensuppe, die in Wirklichkeit eher einer Rosinenbowle ähnelt und ebenfalls eine regionale Spezialität darstellt. Als lustiger Einbürgerungstest kann man als Besucher so gleich etwas über die ostfriesische Kultur lernen. Das Pultstockspringen oder auch Padstockspringen besteht darin, über einen Graben zu springen, indem man sich wie beim Hochsprung an einem Stab darüber hinweg katapultiert – und eventuell ins Wasser fällt.

Tief am Schafhauser Wald
Surfen in Ostfriesland auf der Nordsee
Tief am Schafhauser Wald
Surfen in Ostfriesland auf der Nordsee

Noch mehrere Jahrhunderte älter als das ja auch hier erlernte Bosseln ist allerdings das sogenannte Klootschießen, das man ebenfalls fast nur in Ostfriesland und dort vor allem an der Küste direkt spielt. Früher waren die ostfriesischen Kämpfer spezialisiert auf Wurfgeschosse, so dass sich das Klootschießen vermutlich aus historischen Wurfwaffen entwickelt hat.  Das Wort kommt von Kluten, was für Erdklumpen steht. Beim Klootschießen hat sich das Wurfgeschoss von Erdklumpen über Eisenkugeln bis hin zu mit Blei gefüllten Holzkugeln hin entwickelt. Auch wurde viel getrunken und gestritten, aber doch trotz Verboten immer weiter gespielt.

Von einer Rampe wirft man diese Kugel so weit, wie man nur kann. Aber auch den Feldkampf gibt es, bei dem bei traditionellem Frostwetter Mannschaften nacheinander eine mehrere Kilometer lange Strecke im Staffelwurf durchwerfen. Dazu ruft man traditionell auf Plattdeutsch „Hebe auf und fliege weit hinaus“ als Motto. 1902 wurde sogar der bis heute aktive Friesische Klootschießerverband gegründet, der heute rund 40000 Klootschießer und Boßler beinhaltet. Das zeigt wiederum, wie beliebt diese Sportarten in Ostfriesland immer noch sind. Sie ist richtiggehend zum Leistungssport mit Training und Vereinen geworden, die diese sportlichen Traditionen am Leben erhalten.

Hinweisschild Boßelspiele
Boßlerfigur in Bensersiel
Ostfriesensport Klootschießen
Hinweisschild Boßelspiele
Boßlerfigur in Bensersiel
Ostfriesensport Klootschießen

Eine ganz besondere Sportart, die aus Ostfriesland kommt, ist auch das Kreierrennen. Dazu muss man zunächst wissen, dass der Kreier als Holzschlitten das Fortbewegungsmittel für die aussterbenden Wattfischer ist. Mit diesen altmodischen Schlitten werden dann die traditionellen Kreierrennen im Watt veranstaltet. Deshalb wird der Kreier auch Wattschlitten oder Schlickrutscher genannt. Mit einem Knie hockt man darauf und stößt sich mit dem anderen Fuß im Schlick ab, um möglichst weit, schnell und auch im besten Fall elegant zu schliddern. Am Deich stehen dann die Zuschauer wie im Stadion und beobachten, wie sich die Sportler auf ihrem Kreier durch den Nationalpark Wattenmeer robben – natürlich mit Rücksicht auf die empfindliche ostfriesische Landschaft. Besonders berühmt ist das Kreierrennen bei Pilsum geworden, wo schon Otto in seinen Ostfriesenfilmen im Leuchtturm lebte. Hier erlebt man ostfriesische Tradition in Reinkultur beim Kreiersport.


Hinweis:
Die Biddateien (Boßeln, Klootschießen) auf dieser Seite wurden unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation veröffentlicht
Quelle: wikipedia.org